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  Sandra Krüger 

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Medizin

Hans Georg Kress 
 
Aktuelle Schmerztherapie 
 
Sprache: Deutsch 
Loseblatt-Ausgabe - 628 Seiten -  
ecomed MEDIZIN Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm, Landsberg, 2005 
ISBN 3-609-10590-9 
EUR 119,- 
 
Der Herausgeber diese Buches leitet als Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin die Klinik für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin der Universität Wien am Allgemeinen Krankenhaus. Ausserdem hat er die Funktion des Präsidenten der Österreichischen Schmerzgesellschaft inne. Er konnte für sein Werk ein internationales Team kompetenter Autoren aus Deutschland, Österreich, Australien und den USA gewinnen. Die Gestaltung als Loseblatt-Ausgabe deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein Lehrbuch im konventionellen Sinne, sondern um ein Gebrauchsbuch handelt. Es ist kein Werk, das die häusliche Bibliothek zieren kann, aber für die tägliche Nutzung zur Verfügung steht. Sie bietet den Vorteil, das Grundwerk jederzeit rasch aktualisieren und somit auf dem neuesten Stand halten und zu einem ergiebigen Nachschlagewerk ausbauen zu können. Man findet auch als Nichtspezialist der Anästhesie hilfreiche Informationen und Antworten auf konkrete Fragen, die im alltäglichen Umgang mit Schmerzpatienten auftreten. Es wird Basis- ebenso wie Spezialistenwissen klar strukturiert und verständlich präsentiert, ohne theorielastig zu sein. Das Werk ist an Aktualität nicht zu übertreffen, ebenso zeichnet es sich durch konsequente Beurteilung und Diskussion nach den EBM-Kriterien aus. Es werden klare Konzepte sowie praktische Tipps bezüglich Diagnostik und Therapie inklusive Medikamentendosierungen gegeben. Seine Funktion als Nachschlagewerk wird durch ein ausführliches Stichwortverzeichnis und praktische Gliederung mittels Randregister unterstützt. Es ist in allen deutschsprachigen Ländern universell verwendbar, da regelmässig Hinweise auf wesentliche Unterschiede angegeben werden. Ausserdem sind ausführliche Tabellen mit dem jeweiligen landesspezifischen Handelsnamen enthalten. Im ersten Kapitel werden die Grundlagen des Symptoms "Schmerz" erläutert. Im Folgenden wird auf verschiedene Therapeutische Möglichkeiten eingegangen, wobei in separaten Kapiteln die Besonderheiten bei der Behandlung v on Kindern, von sehr alten Patienten und von tumorbedingten Schmerzen betrachtet werden. Das vierte Kapitel befasst sich mit einzelnen Schmerzerkrankungen. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.4, 27.Januar 2006, S.14 
 
Hans-Jürgen Tietz, Wolfram Sterry 
 
Antimykotika von A-Z 
 
Sprache: Deutsch 
139 Seiten  
3. Auflage  
Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2004 
ISBN 3-13-137793-3 
EUR 19,95 
 
Dieses kleine Taschenbuch im Stil eines Lexikons ist nun in seiner dritten Auflage erschienen. Somit konnten bedeutende Therapierichtlinien auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Denn seit seiner Erstauflage vor fünf Jahren kam es neben dem Wandel der Erkrankungen und dem Auftreten neuer Erregerarten auch zur Weiterentwicklung der systemischen und topischen Therapie von Mykosen. Die therapeutischen Möglichkeiten sind durch ein breiteres Spektrum der Antimykotika gewachsen. Mehr noch als die Substanzen der Antimykotika unterligen die Handelsnamen dem Wandel. Dem wurde Rechnung getragen, indem Übersichten erstellt wurden, die es erlauben, das gewünschte Antimykotikum auch bei alleiniger Kenntnis des Warenzeichens aufzufinden. Angesichtes der enormen Vielfalt konnte jedoch nur eine Auswahl berücksichtigt werden. Das erste Kapitel stellt die einzelnen Substanzklassen mit ihren Wirkmechanismen, Wirkunsspektren und ihren Anwendungsgebieten vor. Im darauffolgendem Hauptteil des Buches werden die einzelnen systemischen sowie topischen Antimykotika in lexikalischer Form nach alphabetischer Reihenfolge von A-Z aufgeführt. Es werden jeweils Informationen zu Warenzeichen, Stoffgruppe, Anwendungsgebieten, pharmakologischen Eigenschaften, Erregern, Indikationen, Kontraindikationen, unerwünschten Wirkungen, Interaktionen sowie Dosierung gegeben. Neben diesen grundsätzlichen Hinweisen über die Medikamente geben die Autoren in den Komentaren ihre eigenen klinischen Erfahrungen weiter. Das dritte Kapitel biete eine übersichtliche Kurzdarstellung der Therapie ausgewählter Problemmykosen. Zielgruppe dieses Nachschlagewerkes ist eine breite Leserschaft fast aller Fachbereiche, insbesonderer jeoch der Dermatologen, Allgemeninmediziner, Gynäkologen, Pädiater, Intensivmediziner und Mikrobiologen, Es richtet sich an all jene, die sich häufig mit den vielfältigen Problemen der Mykosen auseinandersetzen müssen. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.4, 27.Januar 2006, S.14 
 
Reinhard Merz / Harald Spangenberg 
 
Der Internet-Lotse - Als Mediziner das Internet richtig nutzen 
 
Georg Thieme Verlag 2000. 
DM 24,90/ÖS 182/SFr 23,- 
ISBN: 3131055413  
 
 
Buddecke, Eckart 
 
Molekulare Medizin 
 
Eine systematische Einführung 
2002, Paperback 
288 Seiten, Format 17,0 x 24,0 cm 
ISBN 3-609-16091-8 
Euro 24,– 
 
 
von Rochus Pokan, Holger Förster, Peter Hofmann 
 
Kompendium der Sportmedizin 
 
Sprache: Deutsch 
Broschiert - 380 Seiten - Springer, Wien  
Erscheinungsdatum: November 2004 
Auflage: 1 
ISBN 3-211-21253-1 
Euro 49,80 
 
Dieses Kompendium versucht, den vielen Ansprüchen an die Sportmedizin gerecht zu werden. Die Arbeitsgemeinschaft für theoretische und klinische Leistungsmedizin der Universitätslehrer Österreichs (ATKL) hat die Erarbeitung dieses Kompendiums initiiert. Es ist ein Leitfaden zu den Inhalten des leistungsphysiologisch-internistisch-pädiatrischen Grundkurses im Rahmen der Ausbildung zum österreichischen Sportarztdiplom. Besondere Scherpunkte widmen sich der Durchführung und Interpretation von Untersuchungstechniken, wie z.B. der Latkatdiagnostik, Funktionsdiagnostik und Substratutilisation. Zudem werden spezielle Fragestellungen aus der täglichen Arbeit aufbereitet: Überlastung, Ernährung, Temperatureinflüsse, Höhenexposition, Tauchen, Betreuung älterer, behinderter oder kranker Menschen, Frauen- und Kindersportmedizin. Sicherlich können die einzelnen Kapitel nicht mit den entsprechenden Fachbüchern konkurrieren. Dies war jedoch nicht das Ziel. Vielmehr erhalten die Leser ein Basiswerk, das disziplinübergreifend die verschiedenen Themen der Sportmedizin behandelt und so zu einem deutlich besseren Verständnis führt. Das Autorenteam hat 23 voneinander unabhängige Kapitel zusammenstellt, die jeweils mit einem umfassenden Literaturverzeichnis abschliessen. Ausserdem wird weiterführende Literatur angegeben sowie auf Internetseiten verwiesen. Die Kapitel sind nochmals in kürzere Abschnitte unterteilt. Zahlreiche Prüfungsfragen am Ende eines jeden Beitrags machen das Buch besonders benutzerfreundlich für die Lernenden. Auch wenn das Werk in erster Linie für die Anwärter des Sportarztdiploms gedacht war, so hoffen die Herausgeber, Autoren und Verlag, auch dem Sport und der Sportmedizin verwandten Berufsgruppen wie Sportärzten, Trainern, Physiotherapeuten usw. hilfreich zu sein. Laut Definition der Federation International Medicine Sportive beinhaltet die Sportmedizin diejenige theoretische und praktische Medizin, die den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie von Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe untersucht, um die Befunde der Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie dem Sportler dienlich zu machen. Dies zu vermitteln ist in diesem Buch hinreichend gelungen. Es kann daher nicht nur der primären, schon genannten Zielgruppe, sondern auch allgemein am Sport interessierten Laien empfohlen werden. 
 
Medical Tribune, 38. Jahrgang, Nr.40, 7.Oktober 2005, S.8 
 
 
Peter Altmeyer, Stefanie Reich, Markus Stücker 
 
Venenerkrankungen  
 
Wirksame Hilfen bei Besenreisern, Krampfadern, Thrombose und offenem Bein  
2004. 261 S. m. z. Tl. farb. Abb. 20,5 cm; Kt; Deutsch  
Kohlhammer, 2004  
Euro 22,00 Fr 38,60 
 
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Patientenratgeber. Er informiert betroffene und Interessierte über die Anatomie und Physiologie des Venensystems, die Entstehung und Diagnostik von Venenerkrankungen und gibt Tipps zu Therapie und Prophylaxe. Die Autoren haben in ihrer täglichen Venen- und Wundsprechstunde die Fragen ihrer Patienten gesammelt und didaktisch aufgearbeitet in diesem Leitfaden zusammengestellt. Somit können Gerüchte, die im Zusammenhang mit Venenentzündungen, Thrombosen, Krampfadern, „offenen Beinen“ oder Besenreisern immer wieder auftauchen, ausgeräumt werden. Es werden auch Tipps zu den verschiedensten Hausmitteln, die gegen die Venenleiden helfen sollen, gegeben. Das Frage-Antwort-Format hat für den Leser den Vorteil, dass er nur die Dinge lesen muss, die ihn wirklich interessierten und er den Rest überfliegen kann. Ziel der Autoren ist es, dien Patienten und deren Angehörigen mit einem Rageber zur Seite zu stehen, sie verständlich und kompetent über Venenerkrankungen zu informieren und ihnen Unsicherheiten, Ängste und falsche Scham beim Auftreten von Venenleiden zu nehmen. Die Antworttexte sind einfach allgemeinverständlich gehalten. Zusätzlich steht noch ein Glossar zur Verfügung, das wichtige medizinische Fachbegriffe erläutert. Im Anhang sind gesetzliche Grundlagen auszugsweise angegeben. Für weitere Informationen sind Adressen und Internetadressen zum Thema Venen aufgeführt. Wer spezielle Kenntnisse zur Gefässerkrankungen benötigt, findet unter den Literaturhinweisen entsprechende Lehrbücher, Atlanten und Lexika. 
 
Medical Tribune, 38.Jahrgang, Nr.34, 26.August 2005, S.4 
 
Bernhard Borgetto 
 
Selbsthilfe und Gesundheit 
 
Selbsthilfe und Gesundheit - Analysen, Forschungsergebnisse und Perspektiven 
293 S., 12 Abb.,38 Tab.  
Verlag Hans Huber Bern, 2004  
Fr 49,90 
ISBN 3-456-84027-6 
 
Bei diesem Buch handelt es sich um ene überarbeitete Habilitationsschrift, die unter dem Titel "Gesundheitsversorgung und gemeinschaftliche Selbsthilfe, Komplementarität, Kooperation, Vernetzung und Integration" an der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, verfasst wurde. Angeregt und finanziert wurde das Forschungsprojekt vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium. Die entstandene Studie gibt erstmals einen Überblick über den Stand der Selbsthilfegruppen in der Deutschschweiz bzw. in Deutschland und ihren Beitrag für das Gesundheitswesen. Sie hat zum Ziel, den internationalen Stand der Forschung bezüglich der Effektivität der Selbsthilfe zusammenzufassen, den Entwicklungs- und Verbreitungsstand der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe der Schweiz und Deutschlands zu vergleichen und richtungsweisende Entwicklungspotentiale aufzuzeigen. So beschäftigt sich der Autor im ersten Kapitel zunächst mit der Entwicklungsgeschichte von Selbsthilfe und gibt einen systematischen Einblick in deren unterschiedliche Erscheinungsformen. Kapitel zwei widmet sich der Erläuterung fachlicher Begriffe im Rahmen der Selbsthilfebewegung sowie der Herausarbeitung ihrer Korrelation zur Gesundheit und dient somit der Schaffung allgemeiner Verständnisgrundlagen, was eine methodische Einarbeitung in die Thematik ermöglicht. Daran anschliessend werden im dritten Kapitel die dem Buch zugrunde liegenden Recherchen und Forschungsarbeiten offen gelegt, wodurch die Reichweite und Ausführlichkeit der Arbeit sehr gut dokumentiert wird. In Kapitel vier geht der Autor auf "Entstehungsbedingungen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe" ein und verdeutlicht diese exemplarisch am Beispiel einer Patientin. Kapitel fünf zeichnet die "Entwicklung und Verbreitung der Selbsthilfe in Deutschland und der Schweiz" nach. Hier wird trotz schwieriger Datenlage ein äusserst interessanter Überblick über den Stand der Selbsthilfebewegung geboten. Der Beitrag, den die gemeinschaftliche Selbsthilfe zur Gesundheitsversorgung leisten kann, wird in Kapitel sechst abgebildet. In den letzten beiden Kapiteln wird die Problematik der Vernetzung und Kooperation zwischen Versorgungssystem und Selbsthilfezusammenschlüssen erörtert. Insgesamt betrachtet bietet das Buch einen ausführlichen Überblick über die Sebsthilfelandschaft Deutschlands und der Schweiz. Als besonders hilfreich erweisen die die Zusammenfassungen am Ende jedes einzelnen Kapitels. Auch die Darstellung der zugrunde liegenden Recherchen sowie die Auflistung einzelner Informationsquellen erweisen sich als ausserordentlich hilfreich. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.9, 3.März 2006, S.4 
 
 
Christian Sauter 
 
Wertewandel 
 
Wertewandel - Skandale an der Universität Zürich um die Jahrtausendwende  
Wolfau-Druck AG, Weinfelden  
Fr 28,00 
ISBN 3-033-00355-9 
 
Bereits mit dem Titel des Buches "Wertewandel" macht der Autor deutlich, dass ein allgemeiner Wertezerfall festzustellen ist, der auch auf die Universität übergegriffen hat. Er möchte, dass Vorwürfe offen diskutiert, Fehler eingestanden und korrigiert werden. Professor Dr. Christian Sauter, bis 2002 Direktor der Zürcher Universitätsklinik für Onkologie, protokolliert in seinem Buch seine persönliche Leidensgeschichte mit dem Fall Professor Dr. Rainer Grüssner sowie, in kürzerer Form, einige andere Skandale, die an der Universität Zürich vorgefallen waren. Im Mittelpunkt des Buches steht der angebliche Titelbetrug. Der Deutsche Prof. Grüssner hatte im Sommer 1998 die Leitung der Klinik für Viszeralchirurgie übernommen und wirtschaftetet diese innert weniger Monaten zu Boden. Prof. Sauter erfuhr zufällig, Prof. Grüssner trage den Titel eines Doktors der Philosophie (Ph.D.), ohne das entsprechende Studium absolviert zu haben. Er recherchierte, erhärtete diesen Vorwurf und machte die Universität darauf aufmerksam. Doch die Uni-Leitung bis hinauf zum damaligen Bildungsdirektor Ernst Buschor wollte der Sache nicht auf den Grund gehen. Stattdessen ordnete sie ein Disziplinarverfahren gegen Prof. Sauter wegen Dienstpflichtverletzungen an. Diese endete mit einem Verweis durch den Rektor. In der Folge wurde Prof. Sauter ein fälliger Lohnstufenanstieg verweigert. Prof. Grüssner musste schlisslich dennoch seinen Stuhl räumen, weil er als Klinikchef versagt hatte. Ausgehend von seiner ganz eigenen, zwangsläufig subjektiv empfundenen Rolle, beschreibt der inzwischen pensionierte Chefarzt den "Skandal" anhand eines offenbar archivierten Brief- und E-Mail-Verkehrs der letzten Jahre. Prof. Sauter erhielt Ende 2003 den Prix Courage der Zeitschrift Beobachter wegen seines Einsatzes in dieser Sache. Er wurde "für seinen uneigennützigen Einsatz gegen Filz, Mobbing und Rechtsverweigerung an der Universität Zürich" ausgezeichnet, wie Jurypräsident Otto Stich in der Luadatio sagte. Prof. Sauter leistet mit senem Buch einen Beitrag zur Geschichte der Uni Zürich, verbunden mit der leisen Hoffnung, dass Universtätsangehörige wieder zur rechten Zeit angehört und ernst genommmen werden. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.9, 3.März 2006, S.4 
 
Manfred Bergener, Harald Hampel, Hans-Jürgen Möller und Michael Zaudig 
 
Gerontopsychiatrie - Grundlagen, Klinik und Praxis 
 
Sprache: Deutsch 
794 Seiten, 77 Abb., 122 Tab. 
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2004 
ISBN 3-8047-2068-4 
Fr 265,60 
 
Die Autoren dieses Buches fordern alle, die alte Menschen ärztlich betreuen, auf, sich auch mit der Gerontopsychiatrie zu beschäftigen und stellen mit dem vorliegenden Werk ein umfassendes Handbuch zur Verfügung. Zielgruppe sind also nicht nur Neurologen, Psychiater und Psychologen, sondern vor allem auch Hausärzte sowie Fachärzte anderer Disziplinen, die Demenzpatienten betreuen. Durch die stetige Zunahme der Lebenserwartung gewinnt die Geriatrie an immer grösserer Bedeutung. Mit ihr wird auch die Gerontopsychiatrie eine immer wichtigere Herausforderung. Es hat in den vergangenen Jahren eine bedeutende Enwicklung in diesem Gebiet gegeben. Im Buch werden all diese Fortschritte präsentiert, Ausblicke in die Zukunft diskutiert und der gegenwärtige Wissensstand auf den Punkt gebracht. Den Herausgebern ist es gelungen, den Mittelweg zwischen einem umfassenenden, sehr speziellen Nachschlagewerk und einem Informationsbuch, das auch für Nichtspezialisten verständlich bleibt, zu finden. Die verschiedenen Kapitel wurden durch ausgewiesene Experten bearbeitet, die die enorme Menge neuer Erkenntnisse in überschaubarer Form verfügbar machten. Um tiefer in das Gebiet einzusteigen, kann man sich der umfangreichen Literaturverzeichnisse, die sich am Ende der meisten Kapitel befinden, bedienen. Teilweise wurden sie durch Hinweise auf einzelne wichtige Veröffentlichungen, Übersichtsarbeiten bzw. weiterführende Literatur ergänzt. Das Buch ist klar gegliedert und zeichnet sich durch ein gelungenes Layout aus. Eine gute Übersichtlichkeit wird durch die vielen Tabellen, Listen, Abbildungen und dunkle Hinterlegung von wichtigen Textpasagen gewährleistet. Der erste Teil führt in die Prozesse des Alterns und die Physiologie des Alters ein. Der zweite zeigt die diagnostischen Untersuchungsverfahren und die Grundlagen derer Anwendungsmöglichkeiten auf. Der dritte (der Hauptteil) ist vor allem der Demenz und anderen psychiatrischen Störungen gewidmet. Bei den verschiedenen Krankheitsbildern wird meist eine kurze Definition gegeben, auf die Epidemiologie und ggf. Pathogenese eingegangen und schliesslich die Klinik, Diagnostik, Therapie und Prognose erläutert. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.11, 17.März 2006, S.4 
 
Werner O. Richter 
 
Taschenbuch der Fettstoffwechselstörungen 
 
Sprache: Deutsch 
174 Seiten, 17 Abb., 42 Tab. 
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2005 
ISBN 3-8047-2165-6 
Fr. 31,80 
 
Dieses Büchlein ist als "Kitteltaschenbuch" konzipiert. Es ist ein praktischer Ratgeber für die Diagnostik und Therapie der Fettstoffwechselstörungen. Als Hintergrundinformationen zu dieser komplexen Thematik enthält das Buch eine detaillierte Darstellung des normalen Fettstoffwechsels. In einem weiteren Kapitel werden Fettstoffwechselstörungen im Zusammenhang mit koronaren Herzerkrankungen und allgemein der Arteriosklerose betrachtet. Das ermöglicht, dem Patienten ein bestimmtes kardiovaskuläres Risiko zuzuordnen. Das dritte und vierte Kapitel zeigen die Möglichkeiten der Beeinflussung der Hypercholesterinämie durch diätetische Massnahmen bzw. medikamentöse Therapien der Fettstoffwechselstörungen auf. Es werden auch operative Verfahren dargestellt. Die folgenden Kapitel beziehen sich speziell auf einzelne Fettstoffwechselstörungen. Dazu zählen erhöhtes LDL-Cholesterin, Hypertriglyzeridämie, niedriges HDL-Cholesterin sowie gemischte Hyperlipidämien. Am Ende des Buches finden sich Lebensmitteltabellen zu geeigneten Lebensmitteln zur fettmodifizierten Ernährung. Insgesamt handelt es sich um ein recht informatives Büchlein, das seinen Preis wert ist. Bereits die erste Auflage erfreute sich grosser Resonanz, die bereits nach gut einem Jahr eine Neuauflage erforderlich machte. Diese wurde mit den Erkenntnissen aus in der Zwischenzeit neu erschienenen Studien erweitert und aktualisiert. Durch die strikte Gleiderung in Kapitel, Unterkapitel und zusätzlich noch Absätze sowie das gelungene Layout mit vielen Abbildungen, Tabellen und Listen, ist das Buch sehr übersichtlich. Das macht es für den alltäglichen Gebrauch in der Klinik so praktisch. 
 
Medical Tribune, 39.Jahrgang, Nr.11, 17.März 2006, S.4

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Letzte Änderung am 7.04.2015
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